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Jugendeinrichtung Check In

Die Jugendeinrichtung Check In befindet sich in einem umgebauten ehemaligen Schulgebäude in Berlin - Altglienicke und betreut bis zu 50 Jugendliche in unterschiedlichen Betreuungsformen auf drei Etagen:

Als Ansprechpartner für die gesamte Einrichtung fungieren die Einrichtungsleitung und die pädagogische Leitung. Ein Team bestehend aus Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen, Sprachmittler*innen, Verwaltung, Hausmeister und Wirtschaftskräfte kümmern sich um die Belange und Bedürfnisse der Jugendlichen.

Los geht's im Check In

Das Check In unter der Trägerschaft der SozDia Stiftung Berlin öffnet am Montag, den 13. März, als zentrale Inobhutnahme-Einrichtung für minderjährige unbegleitete Geflüchtete im Land Berlin seine Pforten. Hier heißen wir die Jugendlichen, die besonders schutzbedürftig sind, willkommen. Die erste stationäre Clearing- und Vorclearing-Einrichtung stellt die Grundbedürfnisse und medizinische Betreuung für etwa 50 Jugendliche sicher, sortiert gemeinsam mit den jungen Menschen ihre Lebenssituation und entwickelt zusammen mit ihnen realistische Lebensperspektiven.

Monatlich erreichen etwa 100 unbegleitete minderjährige Geflüchtete allein, ohne Eltern oder Verwandte Berlin. Bislang waren diese Jugendlichen, die sich nach einer langen, beschwerlichen und traumatisierenden Flucht allein in einer fremden Stadt wiederfanden, weitgehend auf sich allein gestellt. Sie wurden notdürftig in Notunterkünften untergebracht, wohnten zeitweise in Hostels und lebten sogar auf der Straße.

Neben den Jugendlichen, die sich schon seit Längerem in Berlin aufhalten, ist das Check In für jene, die gerade angekommen sind, eine lange Flucht hinter sich gebracht und Krieg und Vertreibung erlebt haben, ein neuer Startpunkt. Für sie bietet das Check In einen vorläufigen aber sicheren Schlafplatz, Verpflegung, medizinische und psychologische Erstversorgung - betreut durch ein professionelles Team aus Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen und Sprachmittler*innen. Innerhalb weniger Wochen erfahren die jungen Menschen im Check In ihr Erst-Screening. Dazu gehört unter anderem die Klärung von Fragen zur Herkunft, zu möglicherweise erreichbaren Verwandten, zum Lebensalter, zum Gesundheitszustand und zur möglichen perspektivischen Unterbringung gemeinsam mit Freunden oder Gleichaltrigen. Ziel ist es, die jungen Menschen in für sie geeignete Settings zu vermitteln und ihnen damit neue Perspektiven zu eröffnen.

Für uns ist es ein besonderes Anliegen, über die erste Inobhutnahme hinaus zu denken und den nächsten Schritt - den der Einbeziehung in unsere Gesellschaft - von Anfang an im Blick zu haben. Hierbei legen wir großen Wert auf die Einbindung der Nachbarschaft, den Austausch zwischen dieser und den jungen Bewohner*innen sowie auf den Aufbau eines engagierten Netzwerkes, aus welchem wir Engagementmöglichkeiten fördern sowie Paten- und Vormundschaften vermitteln können.

 

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