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Der ganz andere Frühlingsempfang bei SozDia

Die Vorbereitungen waren gerade geschafft, da kamen auch schon die ersten Gäste. Begrüßt wurden sie in der alten schmiede mit blumengeschmückten Tischen. Die beiden Jazz-Musiker in dem Saal hinter der hohen Glastür, probten gerade noch ein wenig. Azubis aus dem Ausbildungsrestaurant am Kuhgraben bereiteten den Sektempfang für die Gäste vor. Aufregung lag in der Luft. "Würde der Abend gelingen?"

Schon kurz darauf war diese Frage vergessen. Gut 120 Gäste aus Politik, Kirche und Diakonie wie auch vielen anderen Bereichen tauschten sich aus, freuten sich über das Wiedersehen. Darunter auch zahlreiche SozDia- Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter. Ein Frühlingsempfang, der in diesem Jahr ein ganz besonderer war: Der Abend war der Auftakt eine Veranstaltungsreihe, mit der die SozDia-Stiftung an die Friedliche Revolution vor 30 Jahren und deren Bedeutung für das demokratische Zusammenleben heute erinnern will. Das Motto: "Gemeinsam Demokratie Gestalten." Viele spannende Veranstaltungen und Aktionen werden noch folgen. 

Gleich am Anfang machte SozDia-Chef Michael Heinisch-Kirch denn auch klar: Es ist jetzt die richtige Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Und der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, der wie auch Michel Heinisch-Kirch für ein besseres, offenes und demokratisches Land schon vor 30 Jahren auf der Straße war, würdigte die Arbeit der Stiftung in den zurückliegenden drei Jahrzehnten: sie habe die soziale Lage der Menschen im Blick behalten, sich politisch eingemischt und zum Dialog zwischen den unterschiedlichen Positionen beigetragen.        

Was das praktisch heißt, machten SoDia-Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter auf einem Podium deutlich. Lukas Streichert berichtete über den Jugendclub Zwergenhöhle, Andreas Höll über das interkulturelle Jugendwohnhaus. Spontan auf die Bühne holte Moderatorin Constanze Körner dann noch Matthias aus dem JoNa, wo junge Flüchtlinge eine erste Anlaufstelle haben. 

Und über Melina, die für den Kuhgraben auf dem Podium stand, verriet die freundlich, lockere Moderatorin Constanze, dass die junge Azubi überhaupt zum allerersten Mal vor so vielen Menschen spricht. Gemerkt hat man das nicht. Denn Melina machte sehr deutlich klar, was ihr die Arbeit hier bedeutet: Ankommen, Angenommensein und eine sinnvolle Arbeit für andere tun. Damit sprach sie den anderen Podiumsteilnehmern wohl aus dem Herzen. 

Interessiert hatten auch alle verfolgt, was Marianne Birthler, ehemalige Beauftragte der Stasi-Unterlagen und frühere Bildungsministerin in Brandenburg, gleich zum Auftakt des Empfangs zu 30 Jahre Friedliche Revolution und der Rolle Europas zu sagen hatte. An Gesprächsstoff fehlte es an diesem Abend jedenfalls nicht. Jeder und jede fühlte sich willkommen. Vor allem aber machte der Abend deutlich, wie man einen lockeren Frühlingsempfang erfolgreich mit den großen politischen Herausforderungen verbinden kann.                   

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